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Persönliche Buchempfehlungen vom

Nico-Team:

 
 

Buchempfehlung von Gabriele Conrad:

 
Mehr als tausend Kilometer ist "Zeit"-Reporter Hennig Sußebach durch Deutschland gewandert, von der Ostsee bis zur Zugspitze, querfeldein, jenseits asphaltierter Straßen. "Deutschland ab vom Wege" schildert seine Reiseerlebnisse weitab der Großstädte.
Nein, er war nicht "ab vom Wege", wie der Titel verspricht, sondern "mitten drin". Nach einem fünfzigtägigen Fußmarsch quer durch Deutschland, 800 Kilometern Luftlinie beziehungsweise 1200 Kilometern im Zickzack ohne Straßenbenutzung, hat Hennig Sußebach sein Ziel erreicht: Vom Darß ging er los, am Ostseestrand entlang, und dann bald querfeldein, immer den Asphalt meidend, bis er schließlich an einem nebligen Herbsttag die Zugspitze erreichte. Der Weg von Nord nach Süd führte damit zugleich von Ost nach West, immer an der Rückseite der Dörfer und an der Peripherie der Städte entlang. Abseits aller Wege trifft er Maisbauern und Hippies, AfD-Wähler und Schlachter, Menschen, die das Land bewirtschaften, aber von Städtern kaum wahrgenommen werden. Und gerade hier, im Hinterland, reift die beunruhigende Erkenntnis: Die gesellschaftliche Spaltung verläuft nicht allein zwischen Armen und Reichen, sondern vor allem zwischen Stadt und Land. Den Atomausstieg oder Sanktionen gegen Russland kann man in der Stadt richtig oder falsch finden, auf dem Land können diese Entscheidungen einen den Job kosten. Doch diese existenziellen Nöte - sie werden in der Stadt kaum erkannt.
"Ich wollte das Unbekannte kennenlernen, das Abseitige erkunden". Gelungen ist Hennig Sußebach ein großes, glänzend geschriebenes Portrait unseres Landes.

Buchempfehlung von Christian Finger:

 

Auch mit 90 Jahren noch sprudeln aus Martin Walsers springendem Sprach-Brunnen die Worte hervor, wie auch jetzt wieder in seinem neusten Werk "Statt etwas oder Der Letzte Rank". Wird das Buch vom Rowohlt Verlag auch als "Roman" bezeichnet, so hält man doch im Grunde genommen 52 Kapitel über lebensphilosophische Gedanken, Erfahrungen und Erinnerungen aus Walsers Welt in den Händen. Schonungslos ehrlich schreibt einer der bekanntesten Autoren Deutschlands hier u.a. über das Wesen (und Unwesen) von Freundschaften und Feindschaften, über Liebe und Begehren und über ein schwindendes Interesse an (politischen) Theoretikern samt ihrer Denkgebäude und einer mit zunehmenden Alter wachsenden Bereitschaft für (religiöse) Wunder. So erhalten wir Leser einen poetisch-aufschlussreichen Einblick in das Innenleben eines der letzten großen deutschen Nachkriegsautoren.Martin Walser, der so manche Schlacht in der "Kampfarena Literaturbetrieb" geschlagen hat und hat schlagen müssen, hat inzwischen laut Selbstaussage seinen Frieden gefunden zu haben. Dies sei ihm mit Hilfe eines Rankes, d. h. einer "Drehung" oder "Wendung" gelungen, die ein bei der Jagd Verfolgter nimmt, um dem Verfolger zu entgehen. So besteht der "letzte Rank" des von seinen Kritikern (insbesondere von Marcel Reich-Ranicki) verfolgte Autor Martin Walser darin, es nach langen inneren Kämpfen irgendwann geschafft zu haben, für die schonungslosen Verbalattacken seiner Gegner nicht mehr erreichbar (und somit auch nicht mehr verletzbar) zu sein.
So kann der mit sich und der Welt ins Reine gekommene Walser sein im Januar 2017 erschienenes Buch "Statt etwas oder Der letzte Rank" denn auch mit dem Satz beginnen: "Mir geht es ein bisschen zu gut".

Buchempfehlung von Martina Tittel:

 
Gegenüber der freien Volksbühne - in der Schaperstraße - ist Tanja Dückers - Jahrgang 1968 - aufgewachsen. In den ersten Kinderjahren war der Fasanenplatz ihr Lebensmittelpunkt, später ging sie auf das Walther-Rathenau-Gymnasium im Grunewald.Angeregt durch Walter Benjamins Buch "Berliner Kindheit um 1900", beschloss die West-Berliner Pflanze, aus ihrer Zeit zu erzählen. Dort wo wir heute das Literaturhaus in der Fasanenstraße finden, wurde damals ein Bordell betrieben und in der heutigen Spielhalle neben dem Cinema Paris, logierte das "Big Sexyland". Wenn die Eltern zum Savignyplatz gingen, hieß dies "Dicke Wirtin" oder "Zwiebelfisch", erst später begriff sie, welch ein Magnet der Savignyplatz offenbar für Kunstschaffende schon ab den 1930er Jahren war.Wessis waren damals die Besucher aus Westdeutschland und generell als provinziell verschrien, egal ob sie aus einer der Großstädte kamen oder aus Hintertupfingen. Ihre Besuche wiederum in Ost-Berlin zeigten nur, dass es in West-Berlin viel schöner und bunter war und die Ost-Berliner doch sehr stark berlinerten - was in West-Berlin verpönt war...Schön zusammengestellt, viel Bekanntes aus dem alten West-Berlin, gemixt mit den persönlichen Eindrücken der Autorin, erzeugten bei mir freundliche Erinnerungsgefühle!

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